Iris-Garten

(Stauden des Jahres 2016)

"Die Farben des Regenbogens"

Über 200 Arten der Schwertlilien (Iris) werden weltweit gezählt, alle stammen von der Nordhalbkugel.
Irispflanzen sind sehr anpassungsfähig. Sie bilden verschiedenartige Rhizome (Knollen) zur Überwinterung, und die verschiedenen Arten besiedeln die unterschiedlichsten Standorte.
Von vielen Arten gibt es unzählige Züchtungen in Farben von Weiß, Gelb, Apricot, Rosa, Rotbraun, Blau oder Violett.

 

Hinzu kommen viele Sorten mit mehrfarbigen Blüten, was sehr viele Einsatzmöglichkeiten im Garten bietet. Aus verschiedenen Iris-Arten ist die Gruppe der Bart-Iris hervorgegangen. Viele Sorten hiervon werden schon sehr lange kultiviert, früher unter der Bezeichnung „Iris germanica“. Der heute verwendete Name „Iris Barbata“ bezeichnet ebenfalls keine Art, sondern mehrere Gruppen von Kultursorten.

 

Die bei uns bekanntesten Arten sind:

- Iris sibirica (Wiesen-Schwertlilie) - heimisch in Europa und W-Sibirien
- Iris-Barbata-Hybriden (I. x germanica) - Kulturformen aus mehreren Arten
- Iris pseudacorus (Sumpf-Schwertlilie) - eine heimische Sumpfpflanze

"Iris germanica"

Die Bart-Iris (Iris-barbata-Hybriden) vertragen Trockenheit und Sonne. Die hohen und mittelhohen Sorten (Barbata-elatior und Barbata-Media) werden 60 bis 110 cm hoch und blühen vorwiegend im Mai/Juni. Sie sollten in Gruppen gepflanzt werden.
Im April/Mai blühen die Niedrigen Bart-Iris (Barbata-Nana-Gruppe) die im Steingarten oder in Pflanzgefäßen werden sollten.
Iris-barbata-Hybriden bilden flach an der Oberfläche streichende Rhizome, welche nicht tief eingepflanzt werden dürfen, weil sie sonst verfaulen würden. Vor dem Pflanzen sollte Kies oder grober Sand eingebracht werden, bei lehmigen Boden kann man die Rhizome auf eine einige Zentimeter hohe Sandschicht setzen.

Iris spuria,

die Steppen-Iris mit ihren schlichteren Blüten in vielen Farben, wächst wesentlich höher als die anderen Arten und erreicht ca. 130 cm Höhe.
Die Art möchte einen sonnigen Standort auf neutralem bis alkalischem, durchlässigem, sandig-lehmigem, auch trockenem Boden. Sie bildet unterirdisch ein verzweigtes Rhizom aus, und wird entsprechend „normal“ gepflanzt. Besonders zu empfehlen für den Beet-Hintergrund.

Iris sibirica,

die Wiesen-Iris, meist in blauen Farben, aber auch mit gelben, weißen, violetten und rötlichen Sorten.
Verwendung auf feuchtem Untergrund, aber auch in normaler Gartenerde an sonnigen oder halbschattigen Stellen. Lange interessant sind auch ihre dekorativen Samenkapseln.

Iris pseuacorus,

die heimische Sumpf-Schwertlilie, wächst am Wasserrand, im Flachwasser, bewährt sich aber auch im normalen Gartenbeet. Es gibt einige Soren, auch gefüllt blühende.

Hier eine panaschierte Sorte, im Flachwasser beim Glashaus im PdG.

Zwerg-Iris

Iris bucharica

Kleine Zwerg-Iris und "Zwiebel-Iris" zählen im Vorfrühling zu den ersten schönen Farbtupfern.
Mit etwas Glück finden Sie in unserem Kiesgarten die Buchara-Schwertlilie oder Geweih-Schwertlilie (Iris bucharica) , welche 20-40 cm hoch wird und im März bis April blüht. Ihre Blüten sind goldgelb mit weiß und stehen in den oberen Blattachseln.
Die Netzblatt-Iris (Iris reticulata) und die Kleine Zwerg-Schwertlilie (Iris histrioides) bilden Zwiebeln anstelle von Rhizomen aus, blühen schon im Februar/März. Sie werden dann als Topfpflanzen angeboten und können nach der Blüte (10 cm tief!) in den Garten gepflanzt werden.

 

Iris reticulata,

die Netzblatt-Schwertlilie, auch Zwerg-Iris oder Netz-Schwertlilie genannt, mit einer Wuchshöhe von nur 7 bis 15 Zentimetern, hat je nach Sorte Blüten in verschiedenen Blautönen, von Hellblau bis Pupurviolett, mit gelber oder weißer Zeichnung. Die Blütezeit ist, je nach Lage, von Ende Februar bis im März. Ihre Laubblätter sind sehr schmal und werden bis 30 Zentimeter hoch.
Sie möchte einen sonnigen bis halbschattigen Standort in lockerem, neutralem bis alkalischem Boden; am besten im Steingarten.

Iris histrioides,

die Kleine Zwerg-Schwertlilie, deren Blätter erst nach den Blüten erscheinen, ist anfangs 10 bis 20, mit den Blättern später bis 50 Zentimeter hoch. Ihre Blütezeit ist von März bis April. Auch sie ist gut im Steingarten aufgehoben.

Im Bild die Sorte 'Katharine Hodgkin', eine Hybride (Iris histrioides × Iris winogradowii)

Iris × hollandica hort.,

die Holländische Schwertlilie, ist eine Hybride. Ihre Blütezeit liegt im Mai.
Es gibt zahlreiche Sorten mit violetten, blauen, gelben, bronzefarbenen und weißen Blüten. Sie wird ganzjährig zur Produktion von Schnittblumen in Treibhäusern gezogen.
Im Freiland ist sie wenig ausdauernd, empfindlich und benötigt Winterschutz.

Arten für den Wassergarten:

Mit speziellen Ansprüchen an den Standort, für den Flachwasser- und Wasserrand-Bereich von Gartenteichen, empfehlen sich,
(Einige hiervon finden Sie am Wasserlauf im nahegelegenen Ahorntal) :

Iris ensata,
die Japanische Sumpf-Schwertlilie (= Iris kaempferi), ist in Ostasien beheimatet, und wird ca. 80 cm hoch. Die Wildform blüht rotpurpurn, als Sorten existieren weiße, rosarote, blaue und violette Farbschläge, oft nach Edelsteinen benannt. Die Art stellt hohe Anforderungen an den Gärtner, da sie kalkempfindlich ist, im Mai bis Juni einen nassen, im Herbst und Winter jedoch einen trockenen Standort verlangt.
Iris laevigata,
diese Asiatische Sumpf-Schwertlilie, stammt von Gewässerufern und Sümpfen in Ostasien, und wird ca. 60 cm hoch. Sie besiedelt in der Natur staunasse Böden und seichtes Wasser. Sie steht sie am besten in etwa 10 cm tiefem Wasser, kommt zwar mit Kalk zurecht, bevorzugt aber humose Böden ohne viel Kalk.
 
Iris versicolor,
die Verschiedenfarbige Sumpf-Schwertlilie, auch Nordamerikanische Schwertlilie, ist eine robuste Sumpf- und Teichrandpflanze, welche keine besonderen Ansprüche stellt und sowohl im flachen Wasser als auch in Beet stehen kann.


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