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Baum des Jahres 2022

Fagus sylvatica

Fagus sylvatica, die Gemeine Buche (Rot-Buche), ist Baum des Jahres 2022
Die Silvius-Wodarz-Stiftung in Bremke bei Göttingen hatte die Rotbuche bereits 1990 zum Baum des Jahres gekürt. Damals hatten ihr die Luftschadstoffe stark zugesetzt.
Mit der erneuten Wahl der in Europa dominierenden Buchenart soll auch auf den Klimawandel aufmerksam gemacht werden. Eigentlich habe der Baum optimale Wachstumsbedingungen in Deutschland, sagte Stefan Meier, Präsident der Stiftung.
Etwa zehn weitere Arten von Fagus haben eine weite Verbreitung in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel in Nordamerika und Eurasien.
Die ebenfalls in Europa heimische Hainbuche, Carpinus betulus, ist dagegen eine eigene Gattung in der Familie der Birkengewächse.
Die Gattung der Südbuchen (Nothofagus) wird heute in eine eigene Familie gestellt.

"Der Zustand der Altbuchen ist kritisch"

Wetterextreme wie die Trockenheit in den vergangenen Jahren haben den Beständen geschadet. "Der Zustand der Altbuchen ist kritisch", sagte Meier. Besser sehe es bei den jüngeren Bäumen aus. Laut der Stiftung zeigen erste Untersuchungen an Jungbuchen, dass diese sich möglicherweise an das veränderte Klima anpassen können.
Im kommenden Jahr wird die Buche als Baum des Jahres 2022 im Mittelpunkt vieler Veranstaltungen stehen.
Der in Deutschland wichtigste Laubbaum hat leider auch unter der Trockenheit der vergangenen Jahre gelitten. Die tiefwurzelnden Bäume können nicht genügend Feinwurzeln nachbilden, um die Wasserversorgung weiter zu gewährleisten. Daher wird Sie auf trockenen Standorten verschwinden und durch trockenheitstolerantere Baumarten verdrängt werden.

Die Rotbuche wächst als sommergrüner Baum und kann Wuchshöhen von bis zu 30 m, im dichten Wald auch bis zu 50 m erreichen. Der Stammdurchmesser kann im Freistand bis 2 m betragen. Sie kann bis zu 300 Jahre alt werden; in Einzelfällen wurden auch ältere Exemplare gefunden.

In weiten Teilen Deutschlands ist Buchenholz das mit Abstand am häufigsten privat wie kommerziell genutzte Brennholz.

In Gärten und Baumschulen finden wir diverse verschiedene Kulturformen/Sorten von Fagus sylvatica, welche die sich in der Laubfärbung, der Blattform oder im Wuchs unterscheiden.
(siehe auch >> https://www.baumkunde.de/Fagus_sylvatica/)

Verschiedene Sorten (Varietäten) der Rot-Buche

F.sylvatica
'Ansorgei'
F.ylvatica
'Albovariegata'
F.sylvatica
'Asplenifolia'
F.sylvatica
'Rotundifolia'
F.sylvatica
'Mercesdes'
F.sylvatica 'Quercifolia' F.sylvatica
'Rohan Weeping'
Fagus sylvatica - Herbstfärbung F.sylvatica 'Pendula' Blüten (und Läuse)
an F. sylvatica
F.sylvatica
'Tortuosa', "Süntel-Buche"
Kronen-Vergleich:
Kronen-Vergleich: Links Carpinus- rechts Fagus

Die Hainbuche (Weißbuche), Carpinus betulus, ebenfalls ein heimischer Baum,
gehört zu der Familie der Birkengewächse, und ist somit nicht mit der Rotbuche verwandt.

Sie ist eine Halbschatten- bis Schattenpflanze, relativ wärmebedürftig und meidet windige Lagen.
Wegen ihrer sehr hohen Trockenheitstoleranz, welche auch auf das tiefreichende Wurzelsystem
zurückzuführen ist, gilt sie als sturmfest und auch für ungünstige Standorte geeignet.
Sie eignet sich für zeitweise schlecht mit Wasser versorgte Standorte auch im städtischen Bereich,
kann damit vor dem Hintergrund des Klimawandels künftig eine höhere Bedeutung erlangen.

In den Baumschculen gibt es mehrere Varietäten und eine Reihe von (meist säulenformigen) Sorten.

Das Holz der Hainbuche ist weiß, was ihr den Namen Weißbuche, im Vergleich zum rötlichen Holz der Rotbuche einbrachte.

Die Scheinbuchen (Pfennigbuche, Südbuchen), Nothofagus , sind auf der Südhalbkugel beheimatet.
Die Familie der Scheinbuchengewächse (Nothofagaceae) zählen zur Ordnung der Buchenartigen (Fagales).
Sie wurden früher der Familie der Buchengewächse (Fagaceae) zugeordnet.
Es gibt etwa 35 Nothofagus-Arten.
Die drei am häufigsten in den Parks und Gärten angepflanzten Arten sind sommergrün;
die immergrünen Arten sind in Mitteleuropa nicht ausreichend winterhart.

Die Typusart, bei uns meist bekannt, ist Nothofagus antarctica.